Hyperthermie

Einer der Hauptintentionen der Bienentherme ist neben der Errichtung eines Flugbienenzählers ebenso die Umsetzung eines kostengünstigen Bienenstock-Erhitzungsvorrichtung. Es gibt viele Details beim Erhitzen eines Bienenvolkes zu beachten. Praktisch sollte der Bienenstock nicht über 42 Grad Celsius erhitzt werden. Die Luftfeuchtigkeit darf nicht zu stark sinken, sonst gerät der Bienenstock in Gefahr, dass die offene Bienenbrut vertrocket. Der Heizvorgang sollte den die Wärme gleichmäßig im Bienenstock verteilen. Idealerweise sollte der Erhitzungsmechanismus auch mobil anwendbar sein. Das bedeutet, dass dieser auch von einem Akku betrieben werden kann. Die Erhitzung eines Bienenstocks erfordert jedoch eine ordentliche Menge an Energie. Gegenwärtige Bleiakkus mit über 60Ah Kapazität wiegen schon recht viel. Leichtgewichtigere Lithium-Ionen Akkus wiegen einen Bruchteil, sind jedoch fast um den selben Faktor teurer. Es wurden unterschiedliche Ideen zum Heizen überlegt und getestet. Peltièr-Elemente haben die Fähigkeit, je nach Stromrichtung entweder zu Erhitzen, oder sogar wenn man den Stromkeislauf umkehrt, zu kühlen. Fünf Peltièr-Elemente kosten im Handel etwas 16€. Der Vorteil bei Überhitzung des Bienenvolkes mit dem Heizmechanismus direkt zu Kühlen ist immens. Jedoch sind bei den anfänglichen Tests schon 2 Peltièr-Elemente durchgebrannt und haben aufgehört zu funktionieren. Vermutlich lag es daran, dass die Wärme nicht ordnungsgemäß abgeführt wurde. Bei einer fertigen festen Installtion mit Ventilatoren welche einen Luftzug über die Peltièr Aluminium-Kühler realisieren, würde es vermutlich nicht mehr zu derart Aufsfällen kommen. Deshalb ist ein Test mit dieser Technik auf jeden Fall geplant.